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Herbstfahrt 2016: Rothenburg ob der Tauber

16. Okt.
9:45
21. Okt.
23:00

ab 8 Jahren

180Eigenbeteiligung

16 Teilnehmende

15. Jul.
Anmelde­schluss
Jugendherberge, Mühlacker 1, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Bayern, Treffpunkt und Wiederankunft: Düsseldorf Hbf, Gleis 16

Betreut durch Nicole Bombis, Katharina Weber, Christian Bombis und Patrick Paas


Dieses Jahr fuhren neben zwölf Kindern als Betreuerinnen Jugendwartin Nicole Bombis und stellvertretende Jugendwartin Katharina Weber mit. Auf der männlichen Seite betreuten die Herbstfahrt Jugendkassenwart Christian Bombis und Vereinsmedienwart Patrick Paas. Nicole begleitet die Herbstfahrt mit Unterbrechungen seit Schluchsee 2000; Katharina war schon 1996 in Börger dabei, hat aber auch schon einige Male ausgesetzt. Christian und Patrick fahren beide seit der Norderney-Fahrt 1997 mit – Christian jedoch im Gegensatz zu Patrick ohne Unterbrechungen zum mittlerweile 19. Mal. Auch für Patrick war es aber schon die 17. Herbstfahrt.

Rothenburg ob der Tauber ist weltweit bekannt wegen seines mittelalterlichen Ortskerns und wir verbrachten dort und in der Umgebung eine fast märchenhafte Herbstfahrt. Auf der Hin- und auf der Rückfahrt gab es Zwischenhalte in Würzburg bzw. Kassel, sodass die zwölf Kinder auch 2016 wieder das volle Kultur-, Bildungs- und Unterhaltungsprogramm absolvierten, das die Herbstfahrt seit 30 Jahren auszeichnet.

Sonntag

Endlich einmal eine vernünftige Uhrzeit! Erst um 9:45 Uhr trafen wir uns am Düsseldorfer Hauptbahnhof für die Zugfahrt. In den Vorjahren war teils schon um 5 Uhr Treffen angesagt; da lohnte es sich kaum, am Vorabend ins Bett zu gehen. Nun aber bekamen alle die von vielen vorigen Herbstfahrten bekannte, wunderschöne Strecke am Rhein entlang Richtung Süden ausgeschlafen und im Hellen mit.

Gegen 12 Uhr hielt der Zug kurz am Kopfbahnhof in Frankfurt am Main und um kurz nach 13 Uhr kamen wir fast pünktlich in Würzburg an. Durch die sehenswerte Altstadt und über die Alte Mainbrücke gingen wir hoch auf die Festung Marienberg. Dort, im Mainfränkischen Museum, hatten wir um 14:15 Uhr eine Führung zu Prunk und Pracht über Würzburgs Leben in der Barockzeit gebucht, die sich als ganz wunderbar herausstellte: Es gab ungewöhnliche Ausstellungsstücke zu sehen, etwa eine Flohfalle aus Elfenbein, die die Menschen im Barock in ihrer Kleidung trugen, um nicht – aufgrund ihrer mangelhaften Hygiene nichts Ungewöhnliches – von Flöhen befallen zu werden. Es gab den Kokon einer Seidenraupe zu sehen, den wir alle in der Hand halten durften; außerdem ist ein sehr großer Bezoar, also ein Magenstein, eines Pferdes ausgestellt, der in früheren Zeiten Glück versprach. Einige Kinder durften sich zur allgemeinen Belustigung Barockkleidung anziehen und zum Abschluss tanzten wir ein Menuett. Die einhellige Meinung war: »Das war wenigstens mal keine ganz normale Führung, super!«

Wir wären beim fantastischen Wetter in Würzburg gerne noch länger geblieben, mussten aber nach einigen Fotos in und von der Festung wieder zum Bahnhof, um unseren Zug nicht zu verpassen.

Über einen Umstieg in Steinach und eine kurze Bimmelbahnfahrt zum Bahnhof von Rothenburg ob der Tauber kamen wir um Punkt 18 Uhr in der Jugendherberge an. Schon der Fußweg vom Bahnhof zur Jugendherberge brachte allen große Augen, weil die ganze Stadt aussah, als wäre es einem Märchen entsprungen. Auch die Jugendherberge selbst – ein altes, vor wenigen Jahren renoviertes Mühlhaus – fügte sich ins Ambiente ein. Die Zimmer wurden schnell verteilt und dann gab es auch schon Abendessen: Kartoffeln, Fleischklößchen, Erbsen und Möhren. Der erste Abend in der Jugendherberge wurde wie immer für Kennenlernspiele genutzt.

Montag

Das Frühstück überraschte uns durch seine Reichhaltigkeit und frisch schmeckende Brötchen. Unser erster Termin war ein Stadtrundgang durch Rothenburg um 9:30 Uhr, der zwar sehr schön war, aber auch etwas kurz. Dennoch haben wir die wichtigsten Rothenburger Sehenswürdigkeit im Schnelldurchlauf begutachten können: Wir begannen unseren Weg am Grünen Markt in der Stadtmitte. An ihm stehen das Rathaus mit dem Rathausturm und die Ratstrinkstube, die eine interessante Kunstuhr beherbergt, in der die Meistertrunkszene – eine berühmte Episode der Stadtgeschichte – nachgestellt wird. Wir setzten den Rundgang an der St.-Jakobs-Kirche fort, an der wir etwas über den Heiligen Jakob lernten, den Schutzpatron der Pilger, der häufig mit einer Muschel, der Jakobsmuschel, dargestellt wird, so auch auf einer Statue vor der Kirche. Anschließend gingen wir in den Klostergarten und durch die Alte Burg in den Burggarten. Von dort hatten wir einen weiten Blick über das Taubertal und konnten auch die Jugendherberge auf der anderen Seite der Stadt sehen. Über die Herrngasse mit ihren vielen prächtigen Häusern, in denen früher die mächtigen Leute der Stadt wohnten, kamen wir schon nach einer Dreiviertelstunde wieder am Marktplatz an. Deshalb sind wir spontan ins berühmte Rothenburger Weihnachtsgeschäft von Käthe Wohlfahrt gegangen. Dafür war es Mitte Oktober zwar eigentlich noch etwas früh, aber das Geschäft hat ohnehin das gesamte Jahr über geöffnet. Natürlich kauften einige Kinder auch direkt glitzernde, kitschige Kleinigkeiten.

Im alten Teil des Rathauses, das wir zuvor bei der Stadtführung schon von außen gesehen hatten, schauten wir uns das Historiengewölbe an, eine Ausstellung zur Kriminalgeschichte. Im oberen Teil konnten wir diverse Wachsfiguren bei ihrer emsigen Arbeit für Recht und Ordnung beobachten; Kernstück des Museums war jedoch das Staatsverlies mit seinen diversen Kerkern und Folterinstrumenten. Für die anschließende Mittagspause auf den Stufen des Rathauses Richtung Marktplatz hatten sich einige Kinder die Rothenburger Spezialität »Schneebälle« gekauft, Hauptnahrung waren jedoch die zuvor für alle im Supermarkt gekauften belegten Brötchen.

Anschließend gingen wir in das Alt-Rothenburger Handwerkerhaus, wo wir uns die typische Einrichtung eines Rothenburger Hauses in der Frühen Neuzeit anschauen durften. Besonders beeindruckend waren die niedrige Deckenhöhe und die steilen Treppen. Die kleinen Fenster sorgten in früheren Zeiten sicherlich dafür, dass nicht zu viel Kälte von außen in die Häuser eindrang, nun aber fiel vor allem auf, dass es in dem Haus erstaunlich dunkel war, sodass selbst die überall verbauten Lampen immer noch nicht für eine taghelle Atmosphäre sorgen konnten.

Zuletzt begaben wir uns – mit kurzem Halt an einem Spielplatz – aus Rothenburg heraus auf den Mühlenwanderweg, der an der Tauber entlang einige alte Mühlen beschrieb und auf Infotafeln kurz ihre Geschichte behandelte. Hier tat sich Pia als exzellente Vorleserin hervor und ließ sich sogar spontan passende Fragen für die Kinder einfallen. Bevor wir aus dem Taubertal wieder in die Stadt hinaufstiegen, machten wir noch kurz Halt an einer Flussüberquerung mit dem wunderschönen Namen Eselsbrücke, der zu allem Überfluss auch noch eine Eselsstatue beherbergte. Diese Fotomöglichkeit konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Zurück in der Jugendherberge gab es schon bald Abendessen: Nudeln mit Bolognesesoße stand auf dem Speiseplan, dazu wie am Vorabend Salat und diverses Obst. Wieder gab es an Geschmack und Menge absolut nichts auszusetzen. Den Abend bis zur Nachtruhe verbrachten wir mit den allzeit beliebten Gruppenspielen Killer und Werwolf.

Dienstag

Der erste Termin des Tages war eine kurze Bäckereivorführung. Dort lernten wir, wie die berühmten Schneeballen erstellt werden und dass sie acht Wochen haltbar sind.

Bei der anschließenden Führung durch das Mittelalterliche Kriminalmuseum, wo wir zahlreiche Folter-, Pranger- und Tötungsinstrumente bestaunen und uns gruseln durften, lief es uns manches Mal kalt den Rücken hinunter, aber durch einige nette Anekdoten sorgte unsere fachkundige Führerin doch dafür, dass alle guter Laune blieben. Neben Eiserner Jungfrau, Richtschwertern und Streckbänken waren die zahlreichen Sprichworte und Begriffe am einprägsamsten: die alte Schachtel, die Flitterwochen, unter der Haube sein, das Kerbholz, sich totlachen und sich gerädert fühlen kommen allesamt aus dem Mittelalter und hatten ursprünglich wörtliche Bedeutungen.

Nach der Mittagspause sind wir vor allem gewandert: Zunächst in die Höhe auf den Rathausturm, von dem wir eine wunderbare Rundumsicht auf Rothenburg hatten (der allerdings eine ziemlich steile Treppe mit 208 Stufen und eine ziemlich enge Aussichtsplattform aufwies, sodass alle ihre Raum- und Höhenängste mal kurz ignorieren mussten), und dann in die Fläche, als wir uns in kleine Gruppen aufteilten und die Stadt auf eigene Faust erkundeten. Dabei blieb auch Zeit für den Postkartenkauf.

Weil wir danach noch nicht das Gefühl hatten, genug gewandert zu sein, erklommen wir zuletzt noch die Rothenburg vollständig umgebende Mauer, die einen schönen Rundweg bildet. Leider fing es etwa zu dieser Zeit zum ersten Mal während unserer Rothenburg-Erkundungen an zu nieseln, aber zum Glück waren die meisten Teile des Rundgangs überdacht. Die Kinder waren aber schon beim Frühstück über die wahrscheinlichen Wetterverhältnisse des Tages informiert worden, sodass die Regenjacken guten Schutz gegen das Wetter boten.

Pünktlich um 18:45 Uhr waren wir zum Abendessen wieder in der Jugendherberge, wo es Spätzle mit Geschnetzeltem gab. Abends spielten wir erstmals nicht, sondern schrieben unsere Postkarten. Die Kinder waren von der Tagestour ohnehin so erschöpft, dass Spiele, die Bewegung oder Konzentration erfordert hätten, nicht in Betracht kamen. Höhepunkt des Abends war, dass Christian ein vier Jahre altes Versprechen von der Herbstfahrt nach Heidelberg einlöste und sich von Pia und Anna die Haare blau und grün tönen ließ.

Mittwoch

Der traditionelle Tagesausflug zur Mitte der Herbstfahrt ging dieses Mal nach Nürnberg. Nach dem obligatorischen Stadtrundgang mit einem sehr netten und lustigen, manchmal allerdings etwas schwer verständlichen und in seinen Geschichten sehr ausschmückenden Stadtführer und einer Mittagspause auf dem Hauptmarkt – auf dem in der Weihnachtszeit der Christkindlmarkt stattfindet – gingen wir in die Historischen Felsengänge. Sie sind ein unterirdisches System, in dem die Nürnberger früher Bier und Wein aufbewahrten und das im Zweiten Weltkrieg als Bunker genutzt wurde. Die Führerin ließ es sich nicht nehmen, uns anschließend noch eine kurze Führung durch eine kleine Privatbrauerei zu geben. Dort durften wir am Hopfen riechen, mit den Fingern durch die Gerste fahren und den Braukessel aus der Nähe begutachten. Außerdem warfen wir einen kurzen Blick in einen Raum, in dem Privatpersonen ihre eigenen Whiskey-Fässer lagern. Christians neue Haarfarbe erregte dabei überall Aufmerksamkeit und ungläubiges Staunen, es war eine wahre Freude. Nicht so erfreulich war das Wetter in Nürnberg. Durch den dauernden Wind waren bald alle durchgefroren.

Zurück in der Jugendherberge gab es zunächst Farfalle mit Pesto und zum Nachtisch Milchreis. Die abendlichen Spiele bestanden wieder aus Killer, Werwolf und zusätzlich aus Geschichten, die die Kinder erzählten und bei denen dann gemeinschaftlich entschieden werden musste, ob die Geschichten wahr oder erfunden waren.

Donnerstag

Den vorletzten Tag der Herbstfahrt nutzten wir für eine Fahrt ins Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim. Leider setzte sich der Wettertrend der vergangenen Tage fort: Es regnete in Strömen, was in einem Freilichtmuseum natürlich sehr nachteilig ist. Die nette Führerin gab sich alle Mühe, uns dennoch nicht im Regen stehen zu lassen und verlängerte die Aufenthalte in den vielen Bauernhäusern. Dort gab es aber auch einiges zu bestaunen: Das weitläufige Gelände bietet Platz für unterschiedliche Baugruppen, in denen jeweils echte Häuser aus vergangenen Jahrhunderten in einem realistischen Kontext, das heißt mit passenden Häusern aus einer ähnlichen Zeit, wiederaufgebaut wurden.

Unter anderem gab es originalgetreue Küchen und Schlafzimmer zu sehen; wir warfen einen Blick in eine Mühle und lernten dort etwas über alte Getreidesorten wie Emmer und Einkorn. In einem Herrenhaus auf weiter Flur war Barockkleidung ausgestellt, die wir – samt der Flohfallen – von der Führung in Würzburg wiedererkannten. Natürlich durfte auch ein Besuch im Stall bei den Kühen, Ziegen und Schafen nicht fehlen. Ganz konnten wir uns dann aber doch nicht aus dem Regen heraushalten: die Strecken zwischen den einzelnen Siedlungen und Häusern waren sehr lang, aber es gab draußen auch einfach viel zu sehen, nämlich vor allem weitere Tiere wie Gänse, Hühner, Schweine, aber auch alte Gräser und traditionelle Heilpflanzen.

Auch wenn in einigen Häusern der alte Ofen in Verwendung war, kühlten wir durch die Fußmärsche doch recht schnell aus und so kümmerte sich Christian nach der Führung spontan um einen heißen Kakao für jeden, während wir auf den nächsten Teil des Tags im Museum warteten. In diesem Teil durften wir nämlich selbst aktiv werden: es galt zu backen. Also erst den Teig kneten und ausrollen und dann in schönen Formen auf ein Backblech legen. Brezeln waren zu sehen, Schnecken und Schleifen, aber auch ein Notenschlüssel und sogar ein Baum. Im traditionellen Ofen wurde der Teig gebacken und so durften wir auf dem Rückweg zur Bahn unsere eigenen, noch warmen Kreationen naschen.

Auf der Rückfahrt nach Rothenburg gaben die Betreuer das Abendprogramm bekannt: zunächst war Kino angesagt, wir schauten den Zeichentrickfilm »Findet Dorie«. Weil es der letzte Abend in Rothenburg war, verzichteten wir darüber hinaus auf das übliche Herbergsessen und gönnten uns in einem richtigen Rothenburger Restaurant die deftige fränkische Küche.

Freitag

Den letzten Tag in Rothenburg begannen wir mit einer Stadtrallye. Die Kinder hatten nun einige Tage Zeit gehabt, die Stadt sowohl unter Führung als auch auf eigene Faust zu erkunden und so konnten sie nun in Kleingruppen einmal unter Beweis stellen, was sie alles gelernt hatten. Quer durch die Stadt und vorbei an den meisten Sehenswürdigkeiten mussten allerlei schwierige und spannende Fragen beantwortet werden, für die die Kinder Augen, Verstand und Gedächtnis gleichermaßen nutzen mussten.

Natürlich brauchten die Kinder wie häufig etwas länger als eigentlich vorgesehen, was aber vor allem zeigt, dass sie sich intensiv mit den Fragen auseinandergesetzt haben und nicht desinteressiert durch die Stadt geeilt sind. Jedenfalls mussten wir uns deshalb etwas beeilen, als wir mit unseren am Vorabend gepackten Koffern von der Jugendherberge zum Bahnhof gingen.

Einen weiteren Termin hielt die Herbstfahrt auf der Rückreise jedoch noch bereit: einen Zwischenaufenthalt in Kassel. Wir gingen – leider wiederum im Regen – auf die Wilhelmshöhe, das UNESCO-Weltkulturerbe mit der berühmten Herkules-Statue auf seiner Spitze.2004 hatten wir den Park im Rahmen der Herbstfahrt schon einmal gesehen, wie damals waren die einzigartigen Wasserspiele aber bei unserer Besichtigung leider nicht aktiv; zum einen, weil sie nur im Sommer fließen, zum anderen gab es dieses Mal zusätzlich Bauarbeiten.

Als wir am Schloss Wilhelmshöhe kurz abwarteten, ob der Regen aufhören würde, stieß spontan unser ehemaliges Mitglied René zu uns, der mittlerweile in Kassel lebt. Mit ihm zusammen sind wir dann über die Teufelsbrücke und entlang der Kaskaden und zum Herkules heraufgestiegen. Nicht einmal von der Neptungrotte am unteren Ende der Kaskaden jedoch konnte man die Statue erkennen, so neblig und regnerisch war es. Erst fast am Sockel des Denkmals war die Bronzefigur gut zu sehen. So machten wir auch nur kurz ein Gruppenbild mit Kassel im Hintergrund – oder zumindest von der Stelle, an der Kassel eigentlich liegt, wenn es sich nicht hinter Wolken versteckt – und gingen dann wieder hinunter Richtung Stadt.

Am Bahnhof Wilhelmshöhe wollten wir eigentlich nur ganz gemütlich unser Abendessen kaufen und uns dann mit einem ICE auf die Reise in die Heimat machen, aber schon bald fiel uns auf, dass auf den Anzeigetafeln darauf hingewiesen wurde, dass unser Zug ausfallen würde. Das warme Essen musste also warten und wir schalteten um auf Krisenmanagement: das Internet wurde nach Alternativverbindungen durchforstet, gleichzeitig bemühten wir uns um Infos am Bahnschalter. Außerdem mussten die Koffer nun schnell aus den Schließfächern geholt werden für den Fall, dass wir kurzfristig einen anderen Zug würden nehmen können.

Genau so war es dann auch: ein Zug, der nach Frankfurt am Main fuhr, bot dort eine gute Umsteigemöglichkeit nach Köln und von dort konnten wir schnell nach Düsseldorf kommen. Allerdings mussten wir dafür innerhalb von drei Minuten mitsamt Koffern und Taschen vom ursprünglich vorgesehenen Gleis einmal quer durch den Bahnhof zum Gleis rennen, an dem der ICE stand.

In letzter Sekunde sprangen wir in den Zug, dessen Türen sich schon schlossen. Nachdem sich die Aufregung gelegt hatte und die Schweißperlen weggewischt waren, konnten wir endlich die mittlerweile kalten Burger und Döner auspacken. Auch der Umstieg in Frankfurt gelang und da wir für diesen vorletzten Abschnitt der Heimreise in einem ICE Express nach Köln gelandet waren, kamen wir sogar 20 Minuten früher als geplant in Düsseldorf an.

Wieder einmal ist also alles gut gegangen und die Eltern konnten ihre glücklichen Kinder in die Arme schließen, aber eigentlich hatten wir gehofft, nach der katastrophalen Vorjahresrückfahrt nicht noch einmal solch einen Stress am letzten Herbstfahrttag miterleben zu müssen.

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